Julia van Rooij: unverzichtbare Kraft hinter den Kulissen von Bridge to Liberation

Feuerwerke, atemberaubende Darbietungen, Lichteffekte – bei „Bridge to Liberation“ erwartet die Besucher ein wahres Spektakel. Die Organisation eines solchen Events ist ein Mammutprojekt, das monatelange Arbeit erfordert. Julia van Rooij sorgt dafür, dass technisch alles reibungslos abläuft. „Lieferanten, Regisseur, Designer, Licht- und Tontechniker – wir sind die Schnittstelle zwischen all diesen Beteiligten.“ Genau wie die Veranstaltung selbst, die Freiheit verkörpert, genießt auch Julia in ihrer Arbeit große Freiheit. „Ich liebe es, dass wir so viel Raum haben, unsere Ideen einzubringen!“

Vom Geschichtsunterricht bis zur Arbeit

Julia ist seit sechs Jahren an dem Projekt beteiligt. „Wir arbeiten eng mit dem Kreativdirektor Alvin Williams zusammen und kennen ihn daher gut. 2019 wurden wir gebeten, die technische Produktion der Veranstaltung zu übernehmen.“ Julias Firma Production World produziert Events. Bei „Bridge to Liberation“ umfasst dies hauptsächlich die technischen Aspekte, wie den schwimmenden Ponton, die Leinwand auf der Brücke und die Lichtshows. 

Der Zweite Weltkrieg, Thema des Projekts „Brücke zur Befreiung“, ist für Julia Geschichtsbuch. „Früher gab es in der Schule natürlich auch Geschichtsstunden mit Kriegsgeschichten, aber ich muss sagen, dass das etwas in Vergessenheit geraten ist.“ Die Arbeit an „Brücke zur Befreiung“ hat ihr Interesse an dieser Zeit geweckt und hilft ihr, mehr darüber zu erfahren. 

Es gibt Menschen in ihrem direkten Umfeld, die noch mehr davon miterlebt haben. Julias Vater wurde von einem Lehrer unterrichtet, der als Kind beim Spielen mit Kriegsmunition eine Hand verloren hatte. „Dieser Lehrer erzählte mir, dass eine Brücke bombardiert worden war. Deshalb konnten Truppen und Nachschub nicht mehr weiterkommen. Das hat ihn tief beeindruckt. Er hat auch viel von seinen Eltern gelernt, denn sie waren zwanzig, als der Krieg begann.“

Freiheit für Julia

Wir vergessen fast, wie wertvoll es ist, hier in Frieden und Freiheit leben zu können. Julia ist sich dessen sehr bewusst. „Freiheit bedeutet mir sehr viel. Ich habe in letzter Zeit viel darüber nachgedacht, besonders nach den Kriegen in der Ukraine und im Gazastreifen. Mir ist noch einmal deutlicher geworden, wie wunderbar es ist, dass wir so leben können, wie wir es tun.“ Auch in ihrer Arbeit erlebt Julia dies. „Was ich persönlich in diesem Projekt als Freiheit empfinde, ist, dass wir viel Raum haben, unsere Ideen einzubringen.“

Diese Freiheit ist ein willkommener Bonus, denn die Arbeit bringt auch ihre Herausforderungen mit sich. So sieht die Veranstaltung beispielsweise nicht jedes Jahr gleich aus. „2022 war es knapp. Wegen des niedrigen Wasserstands konnten wir keinen Ponton und keine Bühne auf dem Wasser aufbauen. Das ist nicht erlaubt, da es den Schiffen im Weg gewesen wäre. Daher musste das Team innerhalb kurzer Zeit einen anderen Plan entwickeln.“ Auch die Installation des LED-Bildschirms auf der Brücke stellte letztes Jahr eine Herausforderung dar. „Früher konnten wir Hubarbeitsbühnen auf dem Radweg nutzen, aber das ist nicht mehr möglich, da die Konstruktion das nicht aushält. Wir mussten eine andere Lösung finden.“

Schöne Erinnerungen

Was gefällt Julia am besten? „Es gibt viele Begleitveranstaltungen rund um ‚Brücke zur Befreiung‘; die ganze Region ist dem Ereignis gewidmet. Es sind viele ausländische Soldaten da: Briten, Polen, Amerikaner, Kanadier. Außerdem kommen viele Leute mit uns ins Gespräch, während wir arbeiten. Sie sind sehr herzlich, weil wir an dieser Veranstaltung mitwirken.“ Julia hat auch schöne Erinnerungen an das letzte Jahr. „Ich fand die Show letztes Jahr einfach richtig gut. Alles war perfekt. Es war toll, dabei gewesen zu sein.“ 

Auch dieses Jahr verspricht ein spektakuläres Ereignis zu werden. Also, unbedingt den 20. September im Kalender markieren!